A A

Hier finden Sie Fragen und Antworten zur Gefährdung von Neugeborenen durch “B-Streptokokken” bei Schwangeren.

Klicken Sie auf die Fragen und kommen Sie so direkt zur Antwort oder lesen Sie die Fragen und Antworten systematisch von oben nach unten durch.


Was sind B-Streptokokken?

B-Streptokokken sind eine bestimmte Sorte von Bakterien, die auch auf Haut und Schleimhauten von Gesunden leben können.

Bei Neugeborenen mit ihrem noch nicht ganz ausgereiften Immunsystem können die B-Streptokokken jedoch schwere Erkrankungen auslösen.


Warum sind B-Streptokokken für das neugeborene Kind gefährlich?

Ist bei einer Schwangeren die Haut oder Schleimhaut mit B-Streptokokken besiedelt, können diese bei der Geburt auf das Neugeborene übertragen werden und eine Erkrankung auslösen.

Die Erkrankung tritt in den ersten Tagen nach der Geburt auf und kann schwer verlaufen – mit Sepsis („Blutvergiftung“), Lungen-Entzündung und Hirnhaut-Entzündung. Besonders die Hirnhaut-Entzündung ist gefürchtet.

Tritt diese Erkrankung bei Neugeborenen auf, muss antibiotisch behandelt werden. Trotz ausreichender Behandlung kann es aber in ca. 20 % zu Folgeschäden kommen.


Was kann ich tun, damit für mein neugeborenes Kind keine Gefahr besteht?

Falls die Haut der werdenden Mutter mit B-Streptokokken besiedelt ist kann eine Antibiotika-Behandlung der Mutter die Infektion des Neugeborenen größtenteils verhindern.

Insofern ist eine Untersuchung auf Gruppe B-Streptokokken bei der werdenden Mutter in der 35.- 37. Schwangerschaftswoche dringend zu empfehlen.

Liegt keine Besiedlung mit B-Streptokokken vor, ist Entwarnung angesagt.

Liegt eine Besiedlung vor, kann eine vorbeugende Antibiotika-Behandlung der werdenden Mutter durchgeführt werden.


Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Mit einem Tupfer wird ein Abstrich vom unteren Teil der Scheide und vom Darm-Ausgang abgenommen und in in das mikrobiologische Labor zur Untersuchung geschickt. Das Ergebnis liegt in 3 – 5 Tagen vor.


Wie gehe ich vor, wenn ich diese Untersuchung durchführen lassen will?

Wenn Sie an dieser sinnvollen Vorsorge-Untersuchung interessiert sind, sprechen sie ihren Frauenarzt darauf an.

Um Ihnen das Gespräch mit Ihrem Arzt zu vereinfachen, haben wir Ihnen hier einen Vordruck vorbereitet, den Sie bei Ihrem Arzt-Besuch bei den MitarbeiterInnen der Arzt-Praxis abgeben können oder den Sie auch dem Arzt bei einem Gespräch persönlich vorlegen können. Ihr Arzt wird alles Weitere veranlassen. 


Wer bezahlt die Untersuchung?

Obwohl diese Untersuchung in den USA als Standard gilt, ist sie in Deutschland im normalen Schwangerschafts-Vorsorge-Programm nicht enthalten. Diese Untersuchung ist deshalb leider keine Kassenleistung.

Bei Interesse an dieser Untersuchung müssten die Kosten deshalb selbst getragen werden. Die Kosten sind aber vergleichsweise gering. Bitte sprechen Sie den Arzt Ihres Vertrauens an. Er informiert Sie gerne zu diesem Thema.


Das Vorgehen in Einzelschritten kurz erklärt:

  • Sie möchten Ihr neugeborenes Kind vor einer möglichen Infektion mit B-Streptokokken schützen
  • Dazu möchten Sie ausschließen, dass Ihre Haut oder Ihre Schleimhäute mit B-Streptokokken besiedelt sind.
  • Sprechen Sie Ihren Frauenarzt auf diese Untersuchung an; benutzen Sie dazu ggf. das Formular, das Sie hier herunterladen können
  • Ihr Arzt führt die Untersuchung durch
  • Werden B-Streptokokken nicht nachgewiesen, so ist Entwarnung angesagt
  • Werden B-Streptokokken nachgewiesen, so wird wahrscheinlich eine vorbeugende Antibiotika-Therapie bei Ihnen durchgeführt, die das Infektions-Risiko praktisch ausschließt
  • Leider ist diese sinnvolle Untersuchung keine Kassen-Leistung und muss selbst bezahlt werden
  • Die Kosten sind relativ gering, der Nutzen sehr groß.

Zurück zum Anfang

Diese Seite drucken Diese Seite drucken
Impressum | Haftungs-Ausschluss |Kontakt